Angespielt: Avatar: The Legend of Korra
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Angespielt: Avatar: The Legend of Korra

Erde, Feuer, Luft, Wasser. Nur der Avatar kann alle Elemente meistern und Harmonie in die Welt bringen. Wie ist der neue Actionprügler aus dem Hause Platinum Games? Erfahrt es in unserem neusten Test zu Avatar: The Legend of Korra.

Was gibt es zu sehen?

Angespielt - Avatar: Legend of Korra - Hindernislauf mit Naga

Angespielt – Avatar: Legend of Korra – Hindernislauf mit Naga

Bei Avatar: The Legend of Korra handelt es sich um ein Beat ‚em up-Jump’n’Run, wie es klassischer nicht sein könnte: Herumlaufen und Gegner schnetzeln, gelegentlich schaut ein Boss vorbei. Dies wird nur von Sequenzen mit der Eisbärhündin Naga unterbrochen, in denen es in rasantem Jump’n’Run darum geht, Hindernissen auszuweichen, wie zum Beispiel Fahrzeugen oder Löchern im Boden. Diese Passagen wirken neben den normalen Leveln ein wenig deplaziert, machen aber trotzdem Spaß, wenn man die nötigen Reaktionsfähigkeiten hat.

Korra im Kampf

Angespielt - Avatar: Legend of Korra - Korra im Kampf

Angespielt – Avatar: Legend of Korra – Korra im Kampf

In den normalen Spielpassagen kann man wie in der Serie des Avatar: The Legend of Aang-Nachfolgers ebenfalls mit allen vier Elementen in den Kampf ziehen. Diese vier Elemente werden im Verlauf der Spielzeit freigeschaltet. Dies geschieht an einigen Schlüsselstellen, zum Beispiel bei einem Boss, der mit Elektroattacken angreift. Diese kontern wir dann erfolgreich, indem wir ihm mit Erd-Attacken begegnen. Je öfter man ein Element  verwendet, desto mehr Kombos werden dafür freigeschaltet.

Der InGame-Shop

Angespielt - Avatar: Legend of Korra - Der InGame-Shop

Angespielt – Avatar: Legend of Korra – Der InGame-Shop

Um alle Angriffe zu erhalten, muss man sich noch mit Punkten, die man sich durch das Erledigen von Gegnern erspielt, im Ingame-Shop die letzten Fähigkeiten kaufen. Dazu gibt es noch weitere Items, wie etwa Tränke und Amulette, mit denen man seine Statuswerte verändert. Dabei haben einige Gegenstände ein maximales Limit, wieviele man von diesem mit sich führen kann. So sind z.B. die Heiltränke auf 3 Stück und das Item für die Wiederbelebung sogar auf eins begrenzt. Man sollte damit also etwas haushalten während man kämpft.

Pro-Bending

Angespielt - Avatar: Legend of Korra - Pro-Bending

Angespielt – Avatar: Legend of Korra – Pro-Bending

Als zusätzlichen Spielmodus gibt es noch das Pro-Bending, welches man sich außerhalb der Story erst durch dessen Durchspielen freischalten kann. Dieser Modus macht enorm viel Spaß. Es geht darum, auf einer Plattform gegen ein Team von drei Spielern anzutreten und diese durch gezieltes Zurückdrängen von der Plattform zu befördern. Ein mehr als netter Zeitvertreib.

 

Die Geschichte im Spiel entstammt der Feder des Serien-Autors Tim Hedrick in Zusammenarbeit mit Bryan Konietzko und Michael DiMartino. Das Spiel schlägt eine Brücke zwischen den Büchern Zwei und Drei der Serie und umfasst eine Spielwelt in Cel-Shading-Optik, animierte Story-Sequenzen und Original-Sprachaufnahmen der Sprecher aus der Serie.

Die Hintergrundgeschichte:

Angespielt - Avatar: Legend of Korra - Der mysteriöse Mann

Angespielt – Avatar: Legend of Korra – Der mysteriöse Mann

Etwas schwach ist die Hintergrundgeschichte ausgefallen, die uns in den ersten paar Minuten fast schon komplett vorgesetzt wird und in der Serie in einer Folge abgehandelt worden wäre. Man kann aber eigentlich froh sein, dass es überhaupt so etwas wie einen roten Faden gibt, denn das haben wir von Platinum Games auch schon schlimmer erlebt. Die Geschichte rund um einen mysteriösen Mann und seine Chi-Blocker erscheint dabei mehr als Randnotiz im Universum. Ob dies nun Absicht ist, um den Kanon nicht allzu sehr zu verbiegen, oder einfach Einfallslosigkeit, kann ich nicht sagen.

Das sieht ja fast aus wie im Anime!

Angespielt - Avatar: Legend of Korra - Grafikstil des Spiels

Angespielt – Avatar: Legend of Korra – Grafikstil des Spiels

Grafisch ist The Legend of Korra nicht unschön anzusehen. Es gibt aber auf dem Markt schon weitaus bessere Anime-Umsetzungen, zum Beispiel die Naruto UNS-Teile. Trotzdem reicht es durchaus, um eine gute Atmosphäre aufzubauen und Avatar-Stimmung aufkommen zu lassen. Zwischen den Levels bekommt man noch eigens für das Spiel erstellte Anime-Szenen zu sehen. Alleine dafür lohnt sich das Spiel meiner Meinung nach. Bei der Spielgröße von gerade einmal wenigen Hundert MB ist es aber schon beeindruckend, wie viele Videos und Zwischensequenzen vorhanden sind. Zu keiner Zeit fällt die Grafik unangenehm auf oder wirkt zusammengestückelt, wie man das bei anderen Vertretern dieses Genres schon zu oft erlebt hat. Das Ganze kann als sehr solide Arbeit bezeichnet werden.

Die Steuerung … hätte etwas besser durchdacht sein können

Angespielt - Avatar: Legend of Korra - Steuerung der Elemente

Angespielt – Avatar: Legend of Korra – Steuerung der Elemente

Ein kleines Manko bietet die Steuerung. Während die Kombos sehr eingängig sind und schnell sehr coole Action bieten, ist der oft benötigte Wechsel zwischen den Elementen nicht richtig durchdacht worden. Da die Gegner meist sehr unterschiedlich aus den verfügbaren Element-Typen zusammengewürfelt sind, sieht man sich ungefähr ab Mitte des Spiels damit konfrontiert, immer mit dem richtigen Element im Schere-Stein-Papier System zu kontern. Leider geschieht dies über einen drehenden Ring, der mit den Schultertasten auf dem 360-Gamepad gesteuert wird, für den das Game laut Aussage der Entwickler optimiert wurde. Dies unterbricht den Spielfluss erheblich. Ein besseres System wäre es gewesen, die Elemente direkt auf dem D-Pad auswählbar zu machen. So ist man ständig gezwungen, noch einmal kurz zu kontrollieren, ob man auch das richtige Element ausgewählt hat.

Fazit:

Avatar: The Legend of Korra bietet einen soliden Jump’n’Run-Prügler, der vor allem Fans begeistern dürfte. Mir als großem Avatar-Fan hätte es gefallen, wenn man mehr von den anderen Charakteren der Serie gesehen hätte. Das Game bietet für seine nur 14,99€ aber einen enormen Fanservice und kann selbst von jenen, die mit der Serie noch keine Berührung gehabt haben, ohne Einstiegsprobleme gespielt werden. Wer etwas Kurzweiliges sucht, ist hier mit einem Kauf auf der sicheren Seite. Ich konnte während meiner Spielzeit keine auffälligen Fehler oder Bugs entdecken. Im Gegensatz zu vielen anderen Platinum Games ist hier auch nicht alles total verwirrend und undurchsichtig. Das Spiel stellt in meinen Augen eine wirklich gute Lizenzumsetzung da, an der sich andere Anbieter ruhig eine Scheibe abschneiden könnten.

Meine persönliche Wertung:

80 von 100 Punkten


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