Phantasmagoria

Let’s Play Phantasmagoria: FMV mit Biss

Adrienne könnte nicht glücklicher sein! Das Haus, das sie und ihr Ehemann Don gekauft haben, hat alles, was ein junges Paar braucht: ein Folterzimmer, weinenden Nebel über dem Kinderbett,  Spiegel, die gelegentlich Saw-Reenactments zeigen, und ein eigenes Necronomicon im Keller. Emka und Jhief begleiten Adrienne fassungslos auf ihrer Reise durch das Haus und stellen sich die klassische Horrorfilm-Frage: Warum haut sie nicht einfach ab?

Bewegte Bilder und verdrehte Killer

Der Sog von Phantasmagoria ist stark: Das Anno ’95 von Sierra Entertainment ins Leben gerufene Spiel mag ein bisschen albern sein, baut aber trotzdem eine dichte Grusel-Atmosphäre auf – und ist stellenweise ziemlich blutig. Das Spiel ist ein FMV-Titel, was für „Full Motion Video“ steht: ein vom Aussterben bedrohter Produktionsstil, bei dem die handelnden Figuren keine animierten Modelle sind, sondern echte, vorm Greenscreen gefilmte Menschen. So konnte man in den Neunzigern fotorealistische Grafik erreichen, um sie dann bis zur Unkenntlichkeit zu verpixeln.

Superphantasmagoriaexpialegorisch

Da Adrienne den merkwürdigen Vorfällen im Haus eher resignierend begegnet, werden sie stattdessen von Emka und Jhief mit Reaktionen untermalt. Und es gibt viel, worauf es sich zu reagieren lohnt, denn das Spiel ist nicht grundlos ab 18 (und damit auch dieses Let’s Play). Wer erfahren will, ob es Adrienne gelingt, Geister, Dämonen und wahnsinnige Ehemänner abzuwehren, kann nur eines tun: die Zähne zusammenbeißen und Phantasmagoria zusammen mit den Kellerkindern die Stirn bieten!


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