Angespielt: Die Sims 4 – Ein Review der bunten Lebenssimulation

Heute möchte ich euch an meinem Eindruck von „Die Sims 4“ teilhaben lassen. Nachdem einige Zeit seit der Veröffentlichung des dritten Teils im Jahr 2009 sowie dessen letzten Add-On im Oktober 2013 ins Land gegangen ist, gibt es endlich neues Futter von Maxis.

Die Frage, die sich nun natürlich stellt, lautet:

Kann Maxis an den bisherigen Erfolg anknüpfen und uns genau das servieren, was wir erwarten, oder enttäuscht der neue Teil?

Diese Frage versuche ich hier zu klären. Direkt nach dem Start wird der Spieler im Startmenü mit dem gewohnten Witz und Charme der Reihe begrüßt. Dort sind allerlei zufällige Szenen zu sehen, die mir regelmäßig ein Grinsen aufs Gesicht zaubern.

Man kann sich seine Familie nicht aussuchen … oder doch?

Die Menüs bestechen auch in diesem Teil durch die einfache Bedienung, mit der jeder zurechtkommen sollte. Nichts ist zu viel und niemand wird mit Einstellungen und Funktionen überfordert, mit denen man nichts anfangen kann. Dafür an dieser Stelle ein großes Lob an Maxis.

Weiter geht es mit der Erstellung der Familie. Dieser Editor wurde von Maxis von Grund auf neu gestaltet und sorgte bei mir erst einmal für Verwirrung, da es augenscheinlich keine Optionen gibt, mit denen ich etwas verändern kann. Doch ich täuschte mich erheblich. Was hier geboten wird, sucht man in anderen Spielen vergeblich. Es ist so simpel wie einfach: möchte man etwas an seinem Sim verändern, so klickt man es einfach an und bekommt die Möglichkeit, es genauso zu ziehen oder abzuwandeln, wie man es möchte. Keine nervigen Schieberegler, die irgendwas machen, was man so nicht wollte – nein, einfach ziehen und schieben. Weiterhin gibt es wieder einige Möglichkeiten der Individualisierung, um seinen Sim möglichst einzigartig zu gestalten. Doch hier setzt leider auch mein erster Kritikpunkt an. Die Auswahl ist ziemlich begrenzt. In manchen Punkten gibt es kaum mehr als eine Handvoll an Optionen. Hier ist man von den vergangenen Sims-Teilen wesentlich mehr gewöhnt, und damit spreche ich nicht von durch Add-Ons hinzugefügten Optionen, sondern den Möglichkeiten, die einem die Basisspiele geboten haben. Was man in diesem Teil am meisten spürt ist, dass Sims 4 ein Basisspiel ist, ohne viel drum herum. Aber davon später mehr.

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Hat man seine Familie erstellt, kommt man zur Wohnstätte unserer Lieblinge – doch auch hier gibt es Licht und Schatten. Der neue Bau-Modus geht so kinderleicht von der Hand, als hätte man nie etwas anderes gemacht. Besonders positiv fällt die Funktion auf, mit der man komplette Räume einfach mit einem Mausklick verschieben und sein Traumhaus fast so bauen kann, wie man es möchte. Doch auch beim Bau-Modus hat Maxis wieder den Rotstift angesetzt: Es gibt nur noch drei Stockwerke anstelle der gewohnten fünf des letzten Teils. Auch ist genau wie in der Charaktererstellung die Fülle an Objekten gelinde gesagt sehr überschaubar. Es fehlt schon an elementaren Einrichtungsgegenständen wie z.B. einer Spülmaschine, aber auch an Besonderheiten, die uns schon seit Sims 1 begleitet haben, wie z.B. den Pools. Hier wird man wohl abwarten müssen, was uns die ersten Add-Ons bringen. Trotzdem hat Maxis viele neue Optionen eingebracht. So gibt es nun auch die Möglichkeit, Wände z.B. rund zu bauen, was viele neue Bauweisen ermöglicht.

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Zorn führt zu Wuschigkeit, Hmm!

Die Sims 4 - Gefühle eines Sims

Die Sims 4 – Gefühle eines Sims

Hat man sein Domizil in einer der beiden verfügbaren Landschaften errichtet, geht es los mit der verrückten Lebenssimulation. Auch hier gibt es Neuigkeiten. Unsere Lieblinge verfügen nun über Stimmungen, die beeinflussen, wie es ihnen geht und was man mit ihnen machen kann. Ist ein Sim zum Beispiel energiegeladen, so möchte er nichts lieber als trainieren und aktiv zu sein, bietet aber auch beim Kochen neue Rezepte an, die einen anderen Sim ebenfalls in den energiegeladenen Status versetzen können. Ist ein Sim wütend, kann es passieren, dass einfach eine Mülltonne umgetreten wird. Hier gibt es viele Zustände und lustige Begebenheiten, die mich schon einige Male laut auflachen ließen. Weiterhin sind Sims nun multitaskingfähig. Das heißt, dass es nun kein Problem mehr ist, gleichzeitig fernzusehen, zu essen und sich mit jemandem zu unterhalten, ohne die aktuelle Aufgabe zu unterbrechen. Das sorgt für einen erheblich geschmeidigeren Spielfluss und erweckt einen noch natürlicheren Anschein.

Loading … – Die Sims 4 geht gleich weiter

Was schon während der ersten Minuten sehr positiv auffällt, ist der trotz verbesserter Grafik sehr flüssige Spielablauf. Doch dies erkauft sich Sims 4 mit Ladezeiten. Will man zum Nachbarhaus, erscheint ein Ladebildschirm, zum Park, Ladebildschirm, ins Fitnessstudio, Ladebildschirm. Egal, wo man sich hinbewegt, es wird neu geladen. Mich stört das persönlich nicht, da die Ladezeiten trotz Mittelklasse-PC bei mir erträglich und in wenigen Sekunden abgeschlossen sind. Bei schwächeren PCs könnte sich dies schon als störend bemerkbar machen. Vor allem im Hinblick auf kommende Add-Ons, die für zusätzliche Ladezeit sorgen dürften. Ich hoffe, dass Maxis das im Auge behält.

Noch eine schöne Neuerung, die in Anlehnung an den Alltag viel Sinn macht, ist dass die Sims nun Handys haben. Über die Handys steuert ihr alles, ob ihr eine Reise oder Pizza bestellen wollt, Leute einladen, eine Feier veranstalten, und, und, und … Hier gibt es viel zu entdecken.

Die Sims 4 - Das Handy

Die Sims 4 – Das Handy

Fazit:

Die Sims 4 ist wirklich ein zweischneidiges Schwert. So viel, wie es auf der einen Seite richtig und besser macht, so viel fehlt an anderen Stellen. Es gibt z.B. bis auf Putzmann und Pizzadienst keine externen Ereignisse mehr. Es gibt keine Diebe, Polizisten, Feuerwehr, Techniker, Pools, Kleinkinder, keine Waschmaschine usw…

Doch es macht Spaß, und das sogar sehr. Ich wurde wieder von der ersten Minute in den Bann gezogen. Die Sims sind verrückter und launenhafter als je zuvor und es ist stellenweise einfach amüsant, sich zurückzulehnen und dabei zuzusehen.

In meinen Augen bietet Die Sims 4 bisher das am besten entworfene Grundgerüst, dass es in der Sims-Reihe bisher gab, bietet mir aber vom Inhalt her einfach viel zu wenig. Ich freue mich schon auf das erste Add-On und die damit verbundenen neuen Gegenstände.

Ich kann nicht direkt vom Kauf abraten. Man sollte sich aber überlegen, ob man für ein gutes, aber schlecht ausgestattetes Grundgerüst wirklich den Vollpreis bezahlen oder doch lieber ein wenig warten möchte, bis das Spiel günstiger in den Regalen steht.

Meine persönliche Wertung:

70 von 100 Punkten

Die Sims und Die Sims 4 sind Marken oder registrierte Marken von Electronic Arts. Verwendung von Inhalten oder Grafiken nur mit Erlaubnis.

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